Mittwoch 26. Juli 2017

UKI goes Kunsthalle

Unter dem Motto UKI goes Kunsthalle besuchten zehn Schüler der UKI Pflichtschule die Kunsthalle Wien im Wiener Museumsquartier.

44 junge Männer und Frauen besuchen derzeit die UKI – Pflichtschule. Neben den Hauptfächern "Deutsch, Kommunikation, Gesellschaft", "Mathematik", "Englisch, Globalität und Transkulturalität" können die Schüler und Schülerinnen aus den Modulen "Kreativität und Gestaltung", "Natur und Technik", "Gesundheit und Soziales" jeweils zwei Kurse auswählen. Zehn junge Männer haben sich für das Fach „Kreativität und Gestaltung“ entschieden. Diese Gruppe besuchte nun die Ausstellung „Beweis zu nichts“ von Marcel Odenbach in der Kunsthalle Wien im Wiener Museumsquartier. Zwei Kunstvermittler haben den Kursteilnehmern geholfen, die Ausstellung aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Am Ende wurde selbst Hand angelegt: Im Workshop gestalteten die Teilnehmer ihre eigene Collage.

 

UKIDie Führung dauerte insgesamt zwei Stunden, wobei nicht nur die Ausstellung selbst, sondern auch die besondere Geschichte des Gebäudes ins Zentrum rückte. Die Gruppe folgte den Kunstvermittlern, an einer Stelle blieben sie stehen. Der Kunstvermittler fragte, „Weiß wer, was die Kunsthalle früher einmal war?“. „Nein“, antwortete ein Schüler der UKI – Pflichtschule. „Hier waren früher die Pferde des Kaisers, und das hier war die Reithalle der Hofstallungen. Vor 15 Jahren wurde es dann zum Museum“. Großes Staunen machte sich breit.

 

UKIFür Christina Hellmerich ist es besonders wichtig, dass die Schüler aus den Klassenräumen auch mal raus kommen und Museen und Ausstellung besuchen. Für die Schüler war es der erste Besuch in der Kunsthalle Wien. Umso eindrucksvoller die Arbeit und der Einsatz der beiden Kunstvermittler, denn: Im Vordergrund stand die Zusammenarbeit von Jugendlichen mit Migrationserfahrung. Ziel ist es vor allem, die Angst vor zeitgenössischer Kunst zu nehmen. Aber auch ein Stück weit zu erörtern, wie Kunst funktioniert, welche Mechanismen hat Marcel Odenbach in seinen Collagen angewendet? Wie entstehen Collagen? Wie wichtig sind Erinnerungen? All das sind Fragen die mit unseren Schülern in lockerer Atmosphäre und im Gespräch ausgearbeitet wurden. „Welche Erinnerungen habt ihr?“, fragte der Kunstvermittler die kleine Gruppe. „Ich erinnere mich an meine Kindheit, die war ohne Sorgen“, antwortete ein Teilnehmer, früher habe er viel Fußball gespielt, erst mit dem Alter kamen die Sorgen. Freilich waren nicht alle Erinnerungen so schön, andere möchten über ihre schlimmen Erinnerungen nicht reden. Das wurde auch akzeptiert.  

 

UKIErinnerungen, aber auch die Gegenwart  beeinflussen die Kunst. Mit diesen Erkenntnissen, ging die Führung in den praktischen Teil über, wo unsere Schüler gemeinsam mit ihren Erinnerungen und der Gegenwart eine Collage aus Afghanistan-Bildern, Farben und Zeitungsausschnitten zusammenstellten. Freilich war die Zeit in der Kunsthalle Wien viel zu kurz, um die Kunstwerke fertigzustellen. Die Collagen wurden säuberlich zusammengerollt und werden in den nächsten Unterrichtseinheiten finalisiert und bei der Prüfung präsentiert.

 

UKIEs war eine spannende Exkursion! Danke Kunsthalle Wien, wir kommen gerne wieder!

Johnstraße 4
1150 Wien

 

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